Skyline, © Stadt Frankfurt am Main
 
 

Verwaltungsfachangestellte/Verwaltungsfachangestellter

Verwaltungsalltag?! – Bei mir gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken

Interview mit Matthias K., Auszubildender zum Verwaltungsfachangestellten



Verwaltungsalltag?! – Bei mir gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken



Zia A. absolviert gerade sein 1. Ausbildungsjahr zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Frankfurt am Main.

An seinem ersten Tag war er sehr gespannt wie es in einer Stadtverwaltung zugeht. Zu diesem Zeitpunkt kannte er die Stadtverwaltung lediglich aus Sicht eines Bürgers. Bisweilen ist er sehr positiv von der Stadt angetan. Er fühlt sich sehr gut von den Ausbilderinnen und Ausbildern der Stadt betreut, „denn egal welches Problem man hat, sie haben jederzeit ein offenes Ohr für uns Azubis.“ Auch die „Zentrale Ausbildung“ während der Ausbildung bietet eine optimale Ergänzung zur Berufsschule. Dadurch lernt man seine Lehrgangskollegen besser kennen und hat einen veritablen Vorteil für die Zwischen- und Abschlussprüfung.

In seiner Praxisphase, die er im Moment an drei Tagen der Woche im Straßenverkehrsamt verbringt, war er zu Beginn im Bestellwesen tätig. Dort sorgte er für Toner-Patronen und korrespondierte Dienstleistungen für Reparaturaufträge. In der Finanzabteilung des Straßenverkehrsamtes hat er nun einen Einblick in die Überwachung des Haushalts, der Überweisungen und des Tagesauszuges. Auch darf er ab und an den Tag mit dem Außendienst der Verkehrspolizei verbringen. Ihm wird der Aufbau eines Radargeräts gezeigt, man lässt Falschparker abschleppen und überwacht Gefahrguttransporte. Die Ausbildung bei der Stadt Frankfurt am Main zum Verwaltungsfachangestellten ist in keiner Weise trocken, die Lernfelder erstrecken sich von Personalwesen, über Beschaffungswesen, Kommunal- und Bundesrecht, hinzu Haushaltsführung und Kosten- und Leistungsrechnung. Durch die innerbetriebliche Ausbildung vertieft sich das gelernte Wissen, da man sehr hilfreich auf die anstehenden Praxisphasen vorbereitet wird.

„Für die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten sollte man schon eine gewisse Gesetzesaffinität mitbringen. Ich habe im Vorfeld meine Fachhochschulreife im Bereich Wirtschaft und Verwaltung erlangt und schon dort feststellen können, wie sehr mir die Arbeit mit Gesetzen Spaß macht. Weiterhin sollte man ordentlich und genau arbeiten und ein gutes Verständnis der deutschen Sprache besitzen.“

Im Rahmen eines Projekts wird Zia am 01. September 2014 die neuen Verwaltungs-fachangestellten in die Ausbildung einführen. Zu diesem Zeitpunkt kann er schon auf ein geschafftes Jahr zurückblicken und ihnen seine Erfahrungen weitergeben.

Zia A., 1. Ausbildungsjahr zum Verwaltungsfachangestellten (Kommunalverwaltung)




Interview mit Matthias K., Auszubildender zum Verwaltungsfachangestellten


In welchem Ausbildungsjahr bist du derzeit?

Im dritten Ausbildungsjahr.

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden?

Ich wusste schon während meiner Schulzeit, dass ich nach erfolgreichem Schulabschluss gerne eine Ausbildung im öffentlichen Dienst absolvieren möchte.

Da die Stadt Frankfurt am Main mit über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der im Umkreis größte Arbeitgeber im öffentlichen Dienst ist und auch mit über 60 Ämtern ein sehr breites Spektrum an Aufgaben erfüllt, wusste ich, dass ich gerne eine Ausbildung bei der Stadt Frankfurt am Main machen möchte.
Die Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter habe ich gewählt, da hier Theorie und Praxis miteinander gut verbunden werden. Vor jedem Praxisabschnitt erhält man eine mehrwöchige Unterweisung in die theoretischen Kenntnisse im folgenden Ausbildungsabschnitt, so dass einem der Einstieg in die Praxisphase leichter fällt.
Des Weiteren spielt für die Wahl des Ausbildungsberufes natürlich auch die Frage nach der Zukunft eine Rolle. Da die Stadt Frankfurt am Main die Anzahl der Ausbildungsplätze nach dem jeweiligen Personalbedarf richtet, ist die Übernahmechance bei bestandener Abschlussprüfung sehr hoch.


Welche Erwartungen hattest du an die Ausbildung und wurden diese erfüllt?

Neben den theoretischen Kenntnissen, die in der Berufsschule sowie im Verwaltungsseminar gelehrt werden, ist es natürlich besonders wichtig auch viele praktische Erfahrungen in der Ausbildung zu sammeln. Deshalb war es für mich besonders wichtig, während meiner Praxisphasen in den Ämtern aktiv in die Arbeit mit eingebunden zu werden, eben ein Teil des jeweiligen Teams zu sein.
Dieser Wunsch wurde in jedem durchlaufenen Ausbildungsabschnitt erfüllt. Besonders positiv finde ich, dass auch Auszubildende eigene Vorschläge mit in das Team einbringen können, um zum Beispiel eine Serviceleistung für den Bürger zu verbessern.


Welche Aufgaben übernimmst du hauptsächlich?

Neben „regulären“ Verwaltungsarbeiten wie Aktenführung oder das Vorbereiten von Veranstaltungen, stehen auch Gerichtsverhandlungen, Besprechungen mit anderen Unternehmen sowie „vor Ort Termine“ auf dem Plan.


Welcher Teil deiner Ausbildung hat dir bisher besonders gefallen?

Während meiner Ausbildung durchlief ich verschiedene Ämter und Abteilungen.
Die letzten beiden Ausbildungsabschnitte (Soziale Sicherung sowie Ordnungs- und Eingriffsverwaltung) blieben mir in besonderer Erinnerung.

Den Abschnitt soziale Sicherung absolvierte ich in der Wohngeldstelle des Amtes für Wohnungswesen. Hier lernte ich durch den regelmäßigen Einsatz im Service-Center insbesondere den Umgang mit dem Bürger näher kennen. Zu Beginn wurde ich von meinem ausbildendem Mitarbeiter angelernt, bis ich dann schließlich auch selbst Bürger empfangen durfte. Auch im Hinblick auf die praktische Abschlussprüfung war dieser Einsatz sehr hilfreich.

Den Abschnitt Ordnungs- und Eingriffsverwaltung absolvierte ich bei der Stadtpolizei Frankfurt. Hier lernte ich insbesondere den Außendienst näher kennen. Im Rahmen der Streifendienste konnte ich bei den verschiedenen Kontrollen, die man sonst nur aus der Theorie oder dem Fernsehen kennt, hautnah miterleben. Hier durfte ich im Rahmen der Sondernutzung, der Verkehrsüberwachung oder der Grünflächenüberwachung aktiv bei Kontrollen mitwirken.
Des Weiteren durfte ich Streifendienste im Rahmen des Spätdienstes absolvieren. So hatte man die Möglichkeit, Frankfurt noch einmal ganz anders kennen zu lernen.
Ebenso gehörten der Dienstsport sowie das Schießtraining zum regulären Arbeitsalltag bei der Stadtpolizei, der einfach mal ganz anders gestaltet war als der reguläre Arbeitsalltag in einer typischen Verwaltungsbehörde. Natürlich war die Teilnahme auf freiwilliger Basis und kein Muss für den Auszubildenden.

Matthias K., 3. Ausbildungsjahr zum Verwaltungsfachangestellten